Menschen und Teams stärken, empathisch und kompetent. Das ist meine Mission als Trainer, Berater und Coach bei der Vermittlung und Umsetzung von hilfreichem Fachwissen und der Begleitung von Veränderungsprozessen. Genau diesem Ziel dient mein „Türöffner“. In unregelmäßigen Abständen teile ich prägnante Impulse aus meinen beruflichen Kontext mit dir. Dabei fungieren meine Fachthemen aus den Bereichen IT-Service Management, Keep-Management, Agilität und Künstliche Intelligenz als direkte Türöffner für deinen Arbeitsalltag. Sie bieten dir sachliche und hilfreiche Tipps und Anregungen, um aktuelle Herausforderungen souverän zu meistern.

Archiv

Türöffner 002 zu FitSM (2. Juni 2026)

Vor 10 Jahren um diese Zeit saß ich mit Anselm Rohrer intensiv an unserem FitSM-Buch. Es freut mich, dass ich heute immer noch positives Feedback dazu bekomme. Es hilft Verantwortlichen bei IT Service Providern und in IT-Abteilungen beim Einstieg in die Gestaltung eines Service Management Systems, der Prozesse und der Etablierung einer kontinuierlichen Verbesserung. In den letzten Monaten hat sich einiges getan, worüber ich kurz berichten möchte.

Ich unterstütze die FitSM-Arbeitsgruppe

FitSM ist 2015 aus einem gefördertem EU-Projekt entstanden. Die damalige Projektgruppe setzt seitdem ihre Arbeit fort und entwickelt FitSM weiter. Seit kurzem darf ich diese ehrenamtliche Arbeit unterstützen. Ich freue mich auf den Austausch mit den KollegInnen und möchte mit meinem Einsatz unter anderem dafür sorgen, dass FitSM sichtbarer wird, aktuelle Themen aus dem ITSM mit einer pragmatischen Sicht kommentiert oder in das Framework aufnimmt sowie noch mehr Unterstützung im Einsatz von FitSM bereitstellt.

FitSM-Projekte sind bis zu 80% förderungsfähig

Seit 2025 bin ich als INQA-Coach akkreditiert. INQA-Coaching ist keine klassische externe Beratung, sondern ein gemeinsamer Lern- und Entwicklungsprozess, bei dem die Organisationen befähigt werden, zukünftige Herausforderungen eigenständig zu meistern. Die Förderung beträgt 80% der Coaching-Kosten (ESF Plus- und Bundesmittel), während 20% als Eigenanteil vom Unternehmen selbst aufzubringen sind.

FitSM passt hervorragend zum Gestaltungsfeld „Produktionsmodell & Arbeitsorganisation“, da es auf die Entwicklung und Optimierung digital unterstützter IT-Service-Prozesse im Unternehmen abzielt und so die Arbeitsorganisation modernisiert. FitSM unterstützt die Strukturierung von Prozessen, die Einführung klarer Rollen und Verantwortlichkeiten sowie die Zusammenarbeit im Team.

FitSM-Organisationszertifizierung

Seit Anfang 2026 ist eine FitSM-Organisationszertifizierung möglich. Service Provider und IT-Abteilungen können damit auf der Basis von FitSM-1 und FitSM-6 einen Nachweis ihrer Professionalität erbringen. Ich bin als erster FitSM-Auditor weltweit akkreditiert. Damit biete ich auf Basis meiner FitSM-Expertise einen unabhängigen und formalen Nachweis für ein erfolgreich implementiertes Service-Management-System nach dem FitSM-Standard.

Der Nutzen dieser Zertifizierung für Unternehmen ist aus meiner Sicht vor allem eine messbare Verbesserung. Ein Audit ist aus meiner Sicht mehr als nur eine reine Pflichtaufgabe. Verantwortliche können die Prüfung als echte Chance für ihr Unternehmen nutzen, denn sie messen den aktuellen Reifegrad ihrer Organisation sehr objektiv. Sie erkennen dadurch wertvolle Potenziale und können ihr Service Management kontinuierlich und zielgerichtet verbessern.

Weitere Informationen, unter anderem zum Ablauf findest du hier. Am 17.2.2026 habe ich dazu ein Webinar veranstaltet. Hier findest du die Aufzeichnung dazu.

Türöffner 001 zum Keep-Management (16. April 2026)

Interessant fand ich vor einigen Tagen den folgenden Beitrag von Jeanette Bastian auf LinkedIn aus der Praxis. Er spricht mir aus der Seele und ich freue mich, wenn meine Sicht auf „Change“ und „Keep“ von anderen bestätigt und geteilt wird:

Die meisten Change‑Projekte scheitern nicht an der Strategie, sondern am fehlenden Respekt vor dem, was vorher funktioniert hat. Mich hat dafür ein Bild aus der Energiewende nachhaltig beschäftigt: Kohle wird nicht verteufelt, sondern als Heldin verabschiedet. „Danke. Du hast uns weit gebracht. Ohne dich wären wir heute nicht hier. Jetzt darfst du in den Ruhestand gehen.“ In meiner Ausbildung zum Changemanager – und schon zuvor als systemischer Coach – wird mir immer klarer (und ich erkenne mich selbst darin): Ich treibe Veränderungen oft zu schnell voran. Ich rede das Alte klein, erkläre es für „nicht mehr zeitgemäß“, damit das Neue besser aussieht. Modernes Framing statt ehrlicher Würdigung. Und genau so entsteht Widerstand. Vielleicht braucht guter Change weniger Überzeugungskraft und mehr echten Respekt vor dem, was uns überhaupt erst hierhergebracht hat.

👉 Mein Impuls an euch: Nehmt euch im nächsten Change bewusst Zeit für ein echtes „Danke“ an das Bestehende.

Jetzt kannst du dich fragen, wann du zum letzten Mal „Danke“ an das Bestehende gesagt hast. Oder wann in deinen Veränderungsprojekten Funktionierendes bewusst sichtbar gemacht und beibehalten wurde. Wichtig ist mir dabei, dass das Bewahren nicht mit der Ablehnung von Veränderungen gleichzusetzen ist. Das Keep-Management fungiert in verschiedenen Rollen als Traditionswächter, als Stabilitätsanker, als Verbesserungsantreiber oder als Fortschrittspartner.

Ich beschäftige mich seit knapp 2 Jahren intensiv mit dem Keep-Management. Gemeinsam mit meinem Kollegen Horst Lempart laden wir dich zu zwei interessanten Terminen im Mai in Präsenz in Düsseldorf ein:

Du kannst beide Termine zusammen buchen. Dein Vorteil: Am ersten Tag lernst du die Theorie, die Prinzipien (Kontinuität, Resilienz, Nützlichkeit) und Werkzeuge (wie die Keep-Management Canvas) fundiert kennen. Am zweiten Tag (beim Barcamp) wendest du dieses Wissen dann mit Gleichgesinnten direkt auf deine mitgebrachten Praxisfälle an.